Rembo

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Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Herstellerseite

Einen Überblick über dieses serverbasierte Konzept von "selbstheilenden Arbeitstationen" bietet dieser Flyer

Bezug

Die gesamte Software kann von der Herstellerseite herunter geladen werden: Download (erfordert Registrierung)

Zur Freischaltung einer entsprechenden Anzahl von Clients muss eine Schlüsseldatei erworben werden, die später in den Installationspfad von MySHN/Rembo hineinkopiert wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei dem Server um ein Windows- oder ein Linux-System handelt. Kostenpunkt (2008): 416,- € für die Grundinstallation für 10 Clients und 148,75 € für eine Erweiterungslizenz für jeweils 5 Clients. Manche Schulträger (z.B. Köln) haben einen Rahmenvertrag für vergünstigte Lizenzen abgeschlossen.

Ein temporärer Lizenzschlüssel für die Evaluation von Rembo/mySHN kann nach der Registrierung angefordert werden.

Installation

Die Handbücher sind als PDF-Dateien downloadbar von der Herstellerwebseite. Nach der Installation liegen sie auch in "/Pfad/zu/rembo/server/files/global/myshn/doc".

Eine gut verständliche Installations-Anleitung für Linux-Server findet man in

http://www.myshn.com/fileadmin/dokumente/anleitungen-handbuecher/Rembo-mySHN-5-Installationsanleitung-Linux-de.txt

Installations-Ziel: Man soll (nach Anleitung) mind. 10 GB Platz haben, das wäre bei einer "normalen" Installation derzeit einzig "/home/xyz". Eine weitere Platte wäre allerdings sinnvoller.

Der Installer schreibt den Installationspfad in die Datei "/etc/default/rembo".

Rembo erzeugt an mehreren Stellen im Dateibaum weitere Dateien und Ordner und trägt sich in die init-Skripte ein. Will man Rembo wieder deinstallieren geht dies durch Aufruf von:

  /etc/init.d/rembo remove

Anschließend kann der Installationsordner gelöscht werden.



Anleitung Rembo 5.x auf Arktur 5.x

Paket einbinden

  • Paket "rembo-myshn-v5-installer-linux.sh" (oder neuer) downladen, (z.B.) nach "/tmp" kopieren
cd /tmp
sh "rembo-myshn-v5-installer-linux.sh" --extract-only
  • entpackt nach /tmp/setup-12345-9876 (o.ä.)
  • das (später anzugebende) Zielverzeichnis (z.B. "/home/rembo") sollte noch nicht angelegt sein.
 cd setup-12345-9876
 sh install.sh

meldet vermutlich einen Fehler in Zeile 96; Korrektur:

  • "midnight commander"
    • Datei "install.sh" bearbeiten (f4)
    • Zeile 96 ansteuern
    • aus
    . info.sh || fatal
    • wird
    . ./info.sh || fatal
  • noch einmal
 sh install.sh
  • fast alles ist mit "enter" zu akzeptieren; das Passwort für den "Rembo"-admin sollten Sie notieren.
  • nacharbeiten:
cd /Pfad zu/rembo
mkdir -p hosts
touch cache/hostlist

Symlink im Wurzel-Verzeichnis:

 cd /
 mkdir -p /home/rembo
 ln -s /home/rembo

verlinkt das Zielverzeichnis für Rembo in der "/home"-Partition ins Wurzelverzeichnis


Server einrichten

Bei der Erst-Installation wird zum Schluss gefragt, ob Rembo gestartet werden soll. Wenn das mit "ja" beantwortet wurde und erfolgreich war, dann liefert

pgrep -l rembo

(mindestens) 1 Zahl (Wert beliebig).

  • /etc/inetd.conf
    • In "/rembo/server/files/global/myshn/misc/linux" liegt (u.a.) der Einzeiler "inetd"; diese Zeile ist ans Ende von "/etc/inetd.conf" zu kopieren.
    • Neu-Einlesen der Liste: "killall -HUP inetd"
  • /etc/Schule/ipfilter-start
    • die Rembo-Ports 4433 und 8888 müssen/können/sollten fürs LAN freigegeben sein:
    • (z.B.) unterhalb des Blocks "FTP freigeben"
 # Rembo freigeben
 $IPTABLES_BIN -t filter -A INPUT -p tcp --dport 4433 -j ACCEPT
 $IPTABLES_BIN -t filter -A INPUT -p tcp --dport 8888 -j ACCEPT
    • einlesen: "/etc/init.d/ipfilter reload"
  • /etc/samba
    • Freigabe einrichten: In "/rembo/server/files/global/myshn/misc/linux" liegt (u.a.) die Datei "smb.conf.shares"; dieser Abschnitt ist zuerst anzupassen und dann entweder direkt oder aber per "include" in "/etc/samba/smb.conf" einzubinden.
    • Im gleichen Verzeichnis liegt auch "ManagementConsole.bat"; das ist eine Datei für DOS/Windows, um die obige Freigabe "Management-Console" einbinden zu können. Auch diese Datei ist zuerst anzupassen.
  • /etc/dhclient.conf ("dnsmasq" als Name- und DHCP-Server funktioniert noch nicht)
  • Apache
    • Rembo muss vom Webserver Apache erreicht werden können, einige Dateien müssen von der Apache-Gruppe "www" gelesen werden können
  • Client-Konfiguration
    • In "/rembo/server/files/global/myshn" muss u.a. eine Datei "config" liegen, die das Aussehen der Clients definiert. Vorlagen sind (für verschieden Kombinationen von Clients) in "/rembo/server/files/global/myshn/examples" zu finden; für den Anfang könnte "/rembo/server/files/global/myshn/examples/default/config" weiterhelfen, oder (wenn nur 1 Betriebssystem auf dem Client laufen soll) die passende "config"-Datei aus einem der Unterverzeichnisse unterhalb von "/rembo/server/files/global/myshn/examples/Einzelsysteme".
  • Update über Proxy-Server
    • Wenn in der Management-Konsole das Updaten vorgesehen ist und der Client (wie bei Arktur üblich) hinter dem Proxy sitzt, dann führt das erst mal zu einem "Fehler 53007"
    • Abhilfe (Mitteilung des Herstellers):

Die Konfigurationsdatei der ManagementConsole wird benutzerbezogen gespeichert, so dass sie entweder in Ihrem Home-Verzeichnis, z.B. H:\.myshn-mc\mc.properties, oder unter C:\Dokumente und Einstellungen\[Benutzername]\.myshn-mc\mc.properties zu finden ist. Ändern Sie in dieser Datei folgende Einträge wie angegeben:

mc.net.proxy.server=192.168.0.1 (Ihre IP-Adresse des Proxy-Servers)
mc.net.proxy.port=8080 (Ihr Port des Proxy-Servers)


(Muster-)Client einrichten

Es lohnt sich, zuerst nur mit einem einzigen Client zu experimentieren, der im normalen Schulbetrieb nicht gebraucht wird.

  • Beim Client muss "PXE-Boot" eingestellt sein, er hat zuerst per PXE zu booten
  • PC-Wächter-Karte: abwechselnder Betrieb soll (sagt die Fa. Dr. Kaiser) möglich sein, aber sicherer und übersichtlicher dürfte sein, die PC-Wächter-Karte (am besten mitsamt darüber zu betreibender Festplatte) auszubauen und "von Grund auf" neu zu installieren.

Update auf Rembo 5

Orientiert habe ich mich an der Anleitung für Neuinstallationen

http://www.myshn.com/fileadmin/dokumente/anleitungen-handbuecher/Rembo-mySHN-5-Installationsanleitung-Linux-de.txt

und der ausführlichen Update-Anleitung aus dem Forum

http://www.myshn.com/forum2/index.php?topic=1326.0

Beim Forumsbeitrag ist ein Fehler zu beachten. Der Befehl

 ../rembo -d -v 3 -statshared -exit

muss ohne den Parameter -exit ausgeführt werden.

Wir pflegen zwei Images. Zur Sicherheit habe ich erst jeweils einen PC synchronisiert (Totenkopf) und dann in einer Kopie (per mc) der alten Rembo-Installation alle Images bis auf das jeweils letzte gelöscht (mc).. Danach habe ich mich weiter stur an die Update-Anleitung gehalten und alles hat geklappt.

Beim ersten Boot eines PC in der neuen Umgebung richtet sich Rembo komplett neu ein. Das dauert also etwas länger, wie nach der Installation neuer Software. Gestutzt habe ich bei der Anzeige 'unicast'. Das ist jedoch eine Vorsichtsmaßnahme: In der /home/rembo/files/global/myshn/server.conf (Pfad kann je nach Installation woanders beginnen) steht dies unter "Standard-Bootoptionen der Clients (wird nur beim ersten Kontakt mit einem neuen Client verwendet; ...)".

Das sollte also kein Dauerzustand sein.

Das Zeitverhalten beim Booten ist genau wie vorher. Unsere ältesten PC mit simplen Realtek-Karten und PXE-Boot-ROM von Martin Herweg (http://marl.linuxfreunde.de/kmLinuxTSE.html) sind mit Abstand die schnellsten.

Ulrich Berk, "schan-user" Juli 2008


http://helmut.hullen.de/Arktur/myshn4_5.zip Update-Anleitung von Version 4 auf Version 5 (Heiner Köster)

Prüfungen

Dienst "rembo"

pgrep -l rembo

muss eine Zeile mit der Prozess-IP (PID) von Rembo und den Text "rembo" zurückgeben. Wenn nicht:

/etc/init.d/rembo start

Client-Maschinenaccount aufnehmen

In "/etc/inetd.conf" steht u.a. eine Zeile mit dem Text

1001 stream ... mtaadd.sh join

Der dort angegebene Pfad zum Skript "mtaadd.sh" muss stimmen, die Funktion kann mit

telnet 127.0.0.1 1001
...
mein 12345678

geprüft werden; damit wird für den Client "mein" ein Maschinenaccount mit dem Passwort "12345678" in "/etc/passwd" und "/etc/shadow" angelegt.

DHCP-Server

Der DHCP-Server muss laufen; bei Rembo ist es (derzeit noch) sinnvoll, den DHCP-Server aus dem ISC-Paket zu nehmen und nicht das ansonsten komfortablere Programm "dnsmasq".

Kontrolle:

pgrep -l dhcp

muss eine Zeile mit der Prozess-IP (PID) des DHCP-Dämons und den Text "dhcpd" zurückgeben. Wenn nicht:

/etc/init.d/dhcp start

Wenn das immer noch nicht hilft:

dhcp -d -f

zeigt u.a., an welchen Stellen das Programm (am wahrscheinlichsten) Fehler in "/etc/dhcpd.conf" oder zugehörigen Dateien gefunden hat. Die Fehlermeldungen sind oft ein wenig verwirrend, sie zeigen am ehesten, ab wann (mindestens) ein Fehler vorliegt.

verschlüsselte Passwörter

In einige Konfigurationsdateien wird u.a. das Zugangspasswort eines Benutzers eingetragen, z.B. in "/Pfad/zu/Rembo/server/files/global/myshn/user.conf". Fürs pure Erproben mag es sinnvoll sein, dort das gewünschte Passwort im Klartext einzutragen, für eine dauerhafte Lösung sollte das Passwort MD5-verschlüsselt eingetragen werden.

Verfahren:

echo -n meinpasswort | md5sum > /tmp/meinpasswort.txt

Der Inhalt der Datei "/tmp/meinpasswort.txt" kann dann mit einem Textverarbeitungsprogramm in die jeweilige Konfigurationsdatei eingetragen werden, mit dem Vorspann "MD5:" und ohne das abschliessende "-"-Zeichen.

aktuelle andere Programme

Derzeit (Juni 2010) veträgt Rembo leider nicht die aktuellen Versionen von ISC-DHCP und von ruby; da müssen ältere Versionen benutzt werden:

Zitat: In aktuellen mySHN Versionen (http://www.myshn.com/pub/v5/system.pak) kann man als Workaround folgendes tun:

  1. Den Ordner myshn/dhcpinfo/ anlegen
  2. Die dhcpd.conf Datei in diesen Ordner verlinken (ln -s /etc/dhcp3/dhcpd.conf /opt/rembo/files/global/myshn/dhcpinfo/dhcpd.conf).
  3. Rembo neustarten.

In dem Fall benötigt man keinen angepassten DHCP Server mehr, da die Rechnernamen direkt aus der DHCP Konfigurationsdatei gelesen werden.

Web-Interface

In "/etc/Schule/ipfilter-start" muss Port 4433 für Rembo im LAN erlaubt werden.

(z.B. nach dem "ping"-Abschnitt)

  • # Rembo
  • $IPTABLES_BIN -I INPUT -i eth0 -p tcp --dport 4433 -j ACCEPT

Will man von einem Client zur Rembo-Weboberfläche kommen, muss im Browser der Proxy umgangen werden. Also umschalten auf Direktzugriff. Die Adresse lautet dann:

https://192.168.0.1:4433

Unterschied zwischen Web-Interface und Management-Konsole:

  • das Webinterface und die ManagementConsole sind zwei verschiedene Tools mit unterschiedlichen Einsatzzweck. Durch das Webinterface können Sie nur Rembo konfigurieren und durch die ManagementConsole nur die Konfiguration von mySHN anpassen.

Management-Konsole

Da Arktur keine grafische Oberfläche besitzt, nimmt man am einfachsten einen Windows-Client, um zur Management-Konsole zu gelangen. Diese ist laut Handbuch die Hauptschaltzentrale für die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten der Images.

Ausführliche Anleitung in "/(Pfad zu)/rembo/files/global/myshn/doc", Datei "mySHN...Betrieb-Freigabe-de.pdf" (später auch in der Netzwerkumgebung unter "M:/doc").

Einrichtung

Dafür richtet man in der smb.conf eine Freigabe ein:

       [myshn]
       path = /(Pfad zu)/rembo/files/global/myshn
       comment = mySHN-Konfiguration
       browseable = yes
       writeable = yes
       valid users = myshnadmin
       force user = root
       guest ok = no
       max connections = 1

Bei "valid users" ist beispielsweise der Windows-User "adm" einzutragen.

Als Vorlage kann die Datei "/(Pfad zu)/rembo/server/files/global/myshn/misc/linux/smb.conf.shares" genommen werden.

Anschließend muss diese Freigabe in Windows noch auf einen Laufwerksbuchstaben gemappt werden, sonst funktioniert es nicht. Die Management-Konsole wird gestartet mit der Datei "myshn-mc.exe" in dem Ordner "mc".

Im gleichen Verzeichnis wie die Muster-Freigabe liegt auch die (DOS-)Batch-Datei "ManagementConsole.bat", die beispielsweise ins "netlogon"-Verzeichnis "/etc/samba/scripts" kopiert werden kann; damit kann der Rembo-Betreuer vereinfacht die Management-Konsole starten; die Freigabe wird dort auf den Laufwerksbuchstaben M: gemappt.

Anmerkungen

  • Die Einstellung "max connections = 1" ist sehr restriktiv und kann zu Irritationen führen, wenn man mehrfach als berechtigter "myshnadmin" angemeldet ist und die Freigabe dann nicht erreichbar ist. Diese Angabe stammt aus der Installationsanleitung des Herstellers. Eigentlich spricht aber nichts dagegen, die maximale Anzahl von Verbindungen auf einen höheren Wert (z.B. 3) einzustellen.
  • Die Management-Konsole erfordert, dass auf dem dafür benutzten Client mindestens Java 1.5 installiert ist und dass der Browser die Benutzung von Java erlaubt (ist oft aus anderen Gründen für "normales" Surfen gesperrt).
  • Die Schlüsseldatei "myshn.key" muss im Verzeichnis "/(Pfad zu)/rembo/server/files/global/myshn" liegen.
  • Beim ersten Aufruf wird nach dem Pfad zu Rembo gefragt; das sollte meistens der oben vergebene Laufwerksbuchstabe sein.
  • Das Rembo-Administratorpasswort liegt in der Datei "/(Pfad zu)/rembo/server/files/global/myshn/user.conf"; vor-eingestellt ist (bei der Installation) die Darstellung als verschlüsseltes Passwort, aber es kann auch im Klartext angegeben werden.

Betrieb

Die Funktionen von Rembo können über das Web-Interface (per Browser) und über die Management-Konsole (Windows-Eplorer, Samba-Freigabe) gesteuert werden. Beide Konfigurationsoberflächen sind aber nicht funktionsgleich.


Ein Image für Rechner mit unterschiedlicher Software

Schulen nutzen häufig Rechner, die nur in geringem Umfang sich von anderen PC unterscheiden, so z.B. Lehrer- und Schülerrechner. Diese Computer können durchaus mit Hilfe nur eines Images verwaltet werden (Danke an Siegfried Schwarzl für Hinweis und Hilfe).

Die Software (hier "Thunderbird") wird normal im Image für alle gespeichert, erscheint dann aber nur auf den gewünschten PC, in diesem Fall den beiden Lehrer-PC. Von Thunderbird wird dabei auf den Schüler-PC die relevante Datei "Thunderbird.exe" sowie die Links auf dem Desktop sowie in der Schnellstartleiste gelöscht. "pgmadmin.WORKGROUP" bedeutet hier das "DefaultUser-Profil", in welchem sich die Desktop-Icons finden.

Dafür wird in "/Pfad/zu/rembo/files/global/myshn/patches/patch-nt-user.ref" hinein kopiert:

REM Eintrag unten soll Thunderbird von den Schueler-PC loeschen; Thunderbird läuft also nur auf den Lehrer-PC "R87-60" und "R85-20"

@if !InList(HostName, { "r87-60", "r85-20" })
  @if FileExists("{$DEVROOT$}/Programme/Thunderbird/Thunderbird.exe")
      RemoveFile("{$DEVROOT$}/Programme/Thunderbird/Thunderbird.exe");
      RemoveFile("{$DEVROOT$}/Dokumente und Einstellungen/pgmadmin.WORKGROUP/Anwendungsdaten/Microsoft/Internet Explorer/Quick Launch/Thunderbird.lnk");
      RemoveFile("{$DEVROOT$}/Dokumente und Einstellungen/pgmadmin.WORKGROUP/Desktop/Thunderbird.lnk");
  @endif
@endif

Die Änderungen werden sofort wirksam, ohne dass Rembo neu gestartet werden muss. Bitte beachten, dass bei den Pfaden "/" stehen, mit "\" funktioniert es nicht. Zudem muss man daran denken, dass man neue Images lediglich von vollständig bespielten PC, in diesem Fall den beiden Lehrerrechnern ziehen kann.

Wenn ich es richtig verstanden habe, lassen sich die diese Zeilen recht einfach umkehren:

@if InList(HostName, { "r87-60", "r85-20" })
  ...
  ...

Ohne das Ausrufezeichen zur Verneinung der nachfolgenden Bedingung sorgen die Befehle dafür, dass in diesem genannten Fall alle Schüler-PC Thunderbird erhalten, nur die beiden Lehrerrechner nicht.

Drucker

Drucker können zunächst einmal normal installiert und dann über das Image verteilt werden. Jeder Rechner einer Gruppe erhält demnach den- oder dieselben Drucker.

Es ist auch möglich, innerhalb eines Images unterschiedliche Drucker für verschiedene Computer festzulegen. So können für Lehrer-Rechner weitere Drucker eingerichtet werden, die auf den Schüler-PC nicht erscheinen, obwohl dasselbe Image zugrunde liegt. Oder Rechner einer Image-Gruppe, die in unterschiedlichen Räumen stehen, nutzen jeweils den dort vorhandenen Drucker. Dazu bietet Rembo Drucker-Patches an, Beispiele finden sich bei Rembo 2/mySHN 4 unter „/Pfad/zu/rembo/global/files/myshn/patches/example_patch-nt-user.ref“.

Eventuell mögliche Vorgehensweise:

@if InList(HostName, { "*" })
  ShowPrinter( { "*" } );
@endif

Damit werden überall alle Drucker gezeigt. Es ist ja zunächst egal, welches der Default-Drucker wird. Dann sollten in allen Räumen alle Drucker zu sehen sein. Der Rest wäre Feinarbeit: systematisch könnten Drucker auf einzelne Räume und Drucker eingeschränkt werden. Vielleicht so:

REM Raum 85 (PC-Raum 1): Lehrerrechner
@if InList(HostName, { "r85-20" })
  ShowPrinter( { "*" } );
  SetDefaultPrinter("LaserJet sw");
@endif

DHCP-Server auf einem anderen Rechner als dem Rembo-Server

Wenn Rembo auf dem gleichen Rechner läuft wie der DHCP-Server, dann muss "option vendor-class-identifier "PXEClient" in die dhcpd.conf, wenn Rembo auf einem anderen Rechner läuft, dann nicht.

  • Beispiel einer dhcpd.conf für Arktur 3.5 mit Rembo auf dem gleichen Rechner

Karlheinz Lorenz, "schan-user" 24. April 2008


Unten steht ein Beispiel für den Eintrag in einer dhcpd.conf bei einem Netz mit zwei Servern, von denen einer für dhcp zuständig ist. Dabei sind Rembo-Clients in eine Datei dhcpd.import eingetragen.

ddns-update-style none;
shared-network eth0 {
   subnet 192.168.0.0 netmask 255.255.255.0 {
     max-lease-time 86400;
     default-lease-time 86400;
     option routers 192.168.0.1;
     option domain-name-servers 192.168.0.1;
     option netbios-name-servers 192.168.0.1;
     option netbios-node-type 8;
     # Bei Problemen von Clients mit Netzen zum Test
     # entweder beide Optionen aktivieren oder vendor-encapsulated-options deaktivieren
     # nur vendor-class-identifier aktivieren.
     option vendor-encapsulated-options 06:01:07:08:07:00:0F:01:C0:A8:00:01:09:05:00:0F:02:52:42:0A:02:00:52:FF
     # option vendor-class-identifier "PXEClient";
     range dynamic-bootp 192.168.0.200 192.168.0.249;
     }

   subnet 10.0.0.0 netmask 255.255.255.0 {
     max-lease-time 300;
     default-lease-time 300;
     option routers 10.0.0.1;
     option domain-name-servers 10.0.0.1;
     option netbios-name-servers 10.0.0.1;
     option vendor-encapsulated-options 06:01:07:08:07:00:0F:01:0A:00:00:01:09:05:00:0F:02:52:42:0A:02:00:52:FF
     include "/etc/dhcpd.import";
     }
}

Einträge in der Datei "dhcpd.import" erfolgen nach dem Muster:

#  R35 Bibliothek
host R35-151 {
  hardware ethernet 00:04:76:A3:E6:5F;
  fixed-address 10.0.0.151;
  option host-name "R35-151";
}

# R58 Klasse P
host R58-140 {
  hardware ethernet 00:01:02:09:BA:14;
  fixed-address 10.0.0.140;
  option host-name "R58-140";
}

Clients

Linux

Auf folgendem Weg scheint OpenSuSE 10.3 über Rembo/mySHN zu funktionieren (zumindest starteten heute die 10 Rechner eines Raumes gleichzeitig als OpenSuSE-Clients und kamen jeweils ins Internet - damit sollten die Netzwerkkarten eigentlich richtig laufen):

Ergänzung in der Datei "config"

bei S-ATA-Platten am Anfang von config "DeviceMap=sda"
Platz für Linux_root und swap
       Kernel  boot/vmlinuz
       InitRD  boot/initrd

mit Totenkopf einmal formatieren, bevor OpenSuSE installiert wird; damit werden die Partitionen angelegt


Danach gleich Installation von OpenSuSE. Bei der Partitionierung wurden bei uns erst im Expertenmodus die von Rembo angelegten Partitionen angezeigt. Die Wurzelpartition musste noch mittels eines "/" gekennzeichnet werden. Formatiert habe ich die Partitionen unter SuSE nicht mehr, die Warnmeldungen wurden übergangen.

Für Rembo ist die Einrichtung der SuSE-Netzwerkkarte wichtig:

In der Datei "/etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules" wird der Eintrag für die Netzwerkkarte wie folgt angepasst:

SUBSYSTEM=="net", DRIVERS=="?*", ATTR{address}=="?*", NAME="eth0"

wie üblich als admin mit dem "mc" oder z.B. mit dem Editor "KATE"

Anwendungen / Dienstprogramme / Editor
rechte Maustaste, "In Befehlszeile ausführen", mit den Rechten für "root2 starten

Wichtig ist das "?*" hinter {address}, der Eintrag macht die Netzwerkkonfiguration unabhängig von der MAC-Adresse. Danach in YAST (Netzwerkgeräte / Netzwerkkarte) die Netzwerkkarte noch mal durchkonfigurieren; Änderungen scheinen nicht nötig zu sein, nur das Aufrufen von "Konfigurieren". Nach einem Neustart sollte es dann wieder wie vorher funktionieren. Danach kann dann das Rembo-Image erstellt werden.

Heiner Köster, Mailingliste "schul-netz" 31. März 2008