Timeforkids

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Wer den Kinder- und Jugendschutz an einen professionellen Anbieter auslagern will, ist bei Time for Kids gut aufgehoben. Anstelle SquidGuard kontrolliert nun der "Schulfilter Plus" die Nutzung des Internets im Netzwerk.

Ein Vorteil ist, dass jeder Lehrer den Kinder- und Jugendschutz eigenverantwortlich den Bedürfnissen seines Unterrichts anpassen kann. Das Ganze geht dann auch über eine Web-Oberfläche ohne besondere Kenntnisse.

Das Hauptproblem besteht im benötigten Speicherplatz auf der Wurzelpartition. Der "Schulfilter plus" verlangt temporär bis zu 5 GByte freien Speicherplatz.

Hier noch die Installationsvoraussetzungen laut Handbuch:

  • Linux (alle gängigen Distributionen ab Kernel 2.4 - i386 Single CPU)
  • Intel® / AMD® Prozessor ab 1 GHz
  • mind. 512 MByte Arbeitsspeicher
  • mind. 5 GByte freier Festplattenspeicher (für den temporären Update-Prozess)
  • Programmpaket "sed" ab Version 4

Die aktuelle Version des Schulfilters, Handbücher und Zusatztools findet man unter:

http://support.time-for-kids.de

Installation

"Im Prinzip" kann das "Schulfilter plus"-Paket in Arktur eingebunden werden.

Einziges grösseres Problem: das Paket legt sich nach "/opt" und verlangt, auf der Wurzelpartition zu liegen (weil es mit "hard links" arbeitet). Dazu muss die Wurzelpartition grösser als 5 GByte sein - ältere Arktur-Versionen müssten also umkopiert werden.

Die Installation läuft wie im Handbuch beschrieben ab. Bei der Auswahl des zu verwendenden Proxys muß beachtet werden, dass der integrierte Proxydienst bis maximal 30 PCs geeignet ist, also besser den bei Arktur bereits vorhandenen "squid" auswählen.

Nach der Installation die "/etc/squid/squid.conf" und "/etc/squid/squid.conf.in" auf folgende Einträge überprüfen:

redirect_program /opt/sfp/icap_wrapper/icap_wrapper
redirect_children 20

Falls sie nicht vorhanden sind, nachtragen.

Die "redirect_program"-Zeile ist vor-eingestellt auf "squidGuard", sie muss also umgestellt werden. Vielleicht ist sie (nach Vor-Einstellung) noch mit dem Kommentarzeichen "#" ausgeblendet, auch das Kommentarzeichen ist ggfs. zu löschen.

Squid neu starten, damit wirkt der Schulfilter.

  • Für Versuche:
    • nur "squid.conf" ändern, dann
squid -k reconfigure

Dann gilt die Änderung nur solange, wie das System eine Verbindung nach draussen aufgebaut hat.

  • dauerhaft
    • einzig die Änderung in "squid.conf.in" reicht, sie wird beim nächsten Aufbau einer Verbindung nach draussen dauerhaft übernommen.

Kontrolle

Nach "squid -k reconfigure" etwa 2 Minuten warten, dann muss

pgrep -l squid

mindestens eine Zeile mit "squid" und dessen Prozess-ID (PID) zeigen; der Zahlenwert ist beliebig; das Warten ist nötig, weil im Fehlerfall "squid" nicht unbedingt sofort aufgibt.

Wenn "squid" mit den neuen Einträgen nicht laufen will, dann könnten am Ende der Datei "/var/log/warn" einige Hinweise auf die Fehlerorte stehen.

Betrieb