Installation:Platte

Aus Arktur

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Label

Üblich ist (oder war), dass die Partitionen per "/dev/hda1" oder "/dev/sda1" usw. angesprochen werden.

Bei SCSI- und S-ATA-Platten ist aber (z.B.) "/dev/sdc" keine eindeutige Bezeichnung, weil dort die Reihenfolge des Ansteckens wichtig ist, z.B. bei USB-Sticks oder per USB angebundenen externen Platten.

[Bearbeiten] UUID

Einige Distributionen (z.B. SuSE, Ubuntu) identifizieren seit einiger Zeit die Platten und Partitionen mit Hilfe der UUID. Das ist zwar eindeutig, macht aber bei Sicherheits-Kopien usw. andere Probleme.

[Bearbeiten] Label

Jeder Partition kann auch (vom Systembetreuer) ein "Label" verpasst werden, das eine Identifizierung unabhängig von aktuellem Device-Namen oder UUID erlaubt.

Das funktioniert sicher bei "ext2"- und "ext3"-Partitionen, also bei den Standard-Versionen einer Arktur-Installation.

[Bearbeiten] Benennung

 e2label /dev/sda1

oder

 blkid /dev/sda1

zeigt (wenn vergeben) das aktuelle Label der Partition "/dev/sda1"

 e2label /dev/sda1 a-wurzel

verpasst der Partition "/dev/sda1" das Label "a-wurzel"

[Bearbeiten] Suche

 findfs LABEL=a-wurzel

oder

 blkid LABEL=a-wurzel

zeigt den Device-Namen der Partition, die (derzeit) "a-wurzel" heisst.

[Bearbeiten] Einbinden

  • /etc/fstab
# /dev/sda1	/		ext2	defaults		0  1
LABEL=a-wurzel	/		ext2	defaults		0  1
# /dev/sda3	/var		ext2	defaults		0  2
LABEL=a-var	/var		ext2	defaults		0  2
# /dev/sda4	/home		ext3	defaults		0  2
LABEL=a-home	/home		ext3	defaults		0  2
# /deb/sdb3	/srv/backup	ext3	defaults,noatime	0  3
LABEL=a-back	/srv/backup	ext3	defaults,noatime	0  3
#

Es ist sehr sinnvoll, mindestens zu Beginn der Label-Vergabe auch noch die Originalzeilen mit den Gerätenamen aufzubewahren; es könnte sein, dass das System beim Booten mit einem solchen Label nichts anfangen will und "Strg-d" erwartet.

  • /etc/lilo.conf

Eigentlich sollte die "root"-Partition auch per Label definiert werden können; da scheint noch irgendetwas zu haken.

  • mounten usw.

Bei Befehlen wie "mount", bei denen auch Device-Namen abgefragt werden, kann jetzt auch das Label eingesetzt werden:

 umount LABEL=a-back

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] B-Tree

siehe

[Bearbeiten] USB-Platte

USB-Platten und USB-Sticks (und auch Firewire-Platten) werden vom Betriebssystem wie SCSI-Geräte behandelt, und das bedeutet, dass ihr Gerätename mit "sd" beginnt. Weiterhin vergibt das System die Gerätenamen schlicht fortlaufend; wenn ich also

  • USB-Stick 1
  • USB-Platte
  • USB-Stick 2

anstöpsle (und das System selbst auf sda1 bis sda4 liegt), dann wird daraus

  • /dev/sda Systemplatte (bleibt unverändert
  • /dev/sdb USB-Stick 1
  • /dev/sdc USB-Platte
  • /dev/sdd USB-Stick 2

Wenn ich (allemal nach einem Neustart) aber zuerst die USB-Platte anstöpsle und dann einen der USB-Sticks, dann heisst (nach Meinung des Systems) die USB-Platte "/dev/sdb". Spätestens dann ist es sehr hilfreich, wenn die Partitionen mit (eindeutigen) Labeln versehen sind und anhand der LABEL gemountet werden.

Dieses Problem kann übrigens auch auftreten, wenn eine weitere SATA-Platte angestöpselt wird: dabei geht anscheinend das System "irgendwie" auf Basis der SATA-Stecker auf der Hauptplatine vor.

[Bearbeiten] Partitionieren von Hand

Für den Umzug auf eine besser partitionierte oder grössere Festplatte ist es gelegentlich einfacher, die neue Platte von Hand zu partitionieren.

Etliche Kollegen haben dabei bereits erfahren müssen, dass Windows-Werkzeuge wie "ghost image" nicht recht hilfreich sind, auch das 1:1-Kopieren per "dd" ist hier nicht sinnvoll.

[Bearbeiten] Kopieren aus der rsnapshot-Datensicherung

Wenn das laufende System auf eine neue Platte umziehen soll oder wenn das laufende System unbenutzbar geworden ist, dann ist das "Neu-Aufsetzen" aus einer "rsnapshot"-Sicherung am einfachsten.

Quelle sollte am ehesten "daily.0" sein; wenn "hourly.0" oder "hourly.1" genommen werden soll, dann darf während des Kopierens der Cronjob diese Quelle (natürlich) nicht ändern.

Kontrolle:

crontab -l -u root | grep mach-back

zeigt, wann der Cronjob läuft.

Annahmen:

  • Quelle:
/srv/backup/daily.0
  • Ziel: /dev/sdb
  • Die Ziel-Partitionen sind bereits eingerichtet, notfalls (s.o.) von Hand.

[Bearbeiten] mounten

mkdir -p /mnt/sdb1
mkdir -p /mnt/sdb3
mkdir -p /mnt/sdb4
mount /dev/sdb1 /mnt/sdb1
mount /dev/sdb3 /mnt/sdb3
mount /dev/sdb4 /mnt/sdb4

Kontrolle:

df

muss nach den aktuellen Partitionen auch die gerade gemounteten neuen (und fast leeren) Partitionen anzeigen.

[Bearbeiten] kopieren

cd /srv/backup/daily.0
ls

zeigt vermutlich "Arkturwurzel" und "Arktur" an; unterhalb von "Arktur" liegen "home" und "var"

cd Arkturwurzel
cp -aux . /mnt/sdb1
cd ..
cd Arktur
ls
cd var
cp -aux . /mnt/sdb3
cd ..
ls
cd home
cp -aux . /mnt/sdb4

[Bearbeiten] bootfähig machen

Am sichersten ist, wenn für diesen Schritt alle anderen Laufwerke abgeklemmt sind. Die neue Platte muss sicher als Boot-Platte erkannt werden.

[Bearbeiten] lilo.conf

Eventuell muss (auf "/mnt/sdb1") die Datei "/etc/lilo.conf" angepasst werden; am ehesten die Zeile "boot = /dev/xyz"

[Bearbeiten] fstab

Eventuell musst (auf "/mnt/sdb1") die Datei "/etc/fstab" angepasst werden.


  • Rechner von Installations-CD booten
  • Menupunkt "wieder bootfähig machen"
  • Neustart

Wenn beim Booten "kernel panic" gemeldet werden sollte, weil das System irgendeine Partition nicht gefunden hat: in einer der Zeilen darüber steht, welche Suche ergebnislos war.

Desgleichen: wenn der Rechner unentwegt meldet, dass er das Dateisystem repariert hat und dann Neustart oder Strg-D anbietet: in den Zeilen darüber steht, bei welcher Partition er sich festgefressen hat.

Gelegentlich hilft, diese Partition in "/etc/fstab" aus der Prüfung herauszunehmen, indem die allerletzte Zahl in der zugehörigen Zeile auf 0 (keine Prüfung) gesetzt wird.

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